Baby Alocasia 'Regal Shields'

€3.95

inkl. gesetzl. MwSt., zzgl. Versandkosten
cozia
Baby Alocasia 'Regal Shields'Baby Alocasia 'Regal Shields'

Baby Alocasia 'Regal Shields'

€3.95

inkl. gesetzl. MwSt., zzgl. Versandkosten

Pflanzengröße

Übertopf

Menge

Lieferzeit: 1 - 2 Tage

Beschreibung

Über Alocasia 'Regal Shields'

Alocasia 'Regal Shields' ist eine der am weitesten verbreiteten Hybriden der Gattung Alocasia aus der Familie der Aronstabgewächse (Araceae). Sie gilt als Paradebeispiel für Heterosis, den sogenannten Kreuzungsvigor: Aus der Verschmelzung zweier sehr unterschiedlicher Elternarten geht eine Pflanze hervor, die beide in Wuchskraft und Vitalität übertrifft. Im Handel wird sie oft als pflegeleichte Einsteigerpflanze angeboten, was nur teilweise zutrifft, denn sie ist zugleich ein großer, architektonisch wirkender Blattschmuck mit klaren Ansprüchen. Damit spricht sie sowohl Einsteiger an, die eine gewisse Fehlertoleranz beim Gießen schätzen, als auch Sammler, die das dunkle, fast schwarze Blattwerk mit purpurner Unterseite und das komplexe botanische Erbe reizt.

Taxonomie und Name

Im Handel wird die Pflanze hartnäckig als Alocasia odora 'Regal Shields' geführt, was einen selektierten Kultivar der Wildart Alocasia odora suggeriert. Das ist botanisch nicht korrekt: 'Regal Shields' ist eine gezielte interspezifische Kreuzung aus Alocasia odora als Samenelternteil und Alocasia reginula 'Black Velvet' als Pollenspender. Weil eine Hybride aus zwei eigenständigen Arten hervorgeht, entfällt das Artepitheton, und die einzig korrekte Schreibweise lautet Alocasia 'Regal Shields'. Etabliert hat sich daneben das Kofferwort Alocasia × reginora beziehungsweise der Synonym-Kultivarname Alocasia 'Reginora', der die Namen beider Elternarten verschmilzt. Der botanischen Primärliteratur, darunter die Patentschrift, ist gegenüber der Handelsbezeichnung der Vorzug zu geben.

Herkunft und Habitat der Elternarten

Als in Florida erzeugte Kulturhybride besitzt 'Regal Shields' kein eigenes natürliches Verbreitungsgebiet; ihre Ansprüche lassen sich aber aus den sehr gegensätzlichen Habitaten ihrer Elternarten ableiten. Die Samenmutter Alocasia odora ist eine weit verbreitete, anpassungsfähige Art, die von den Ausläufern des Himalaya über China und Indochina bis Japan und Borneo vorkommt und dort tropische und subtropische Regenwälder, Sumpfränder, Flussufer und Bambusdickichte vom Meeresspiegel bis in etwa 1.700 Meter Höhe besiedelt. Ihr Klima ist von hohen Niederschlägen zwischen 1.500 und 2.500 mm jährlich und Durchschnittstemperaturen von 20 bis 30 °C geprägt, wobei die Höhenverbreitung ihr eine ausgeprägte Kältetoleranz verleiht, die sie an die Hybride weitergibt.

Der Pollenelternteil Alocasia reginula lebt völlig anders: Diese Art ist ein Mikro-Endemit und ausschließlich aus dem Tabin Wildlife Reserve im malaysischen Teil Borneos bekannt, wo sie rupikol an stark beschatteten, trockenen Kalksteinklippen wächst. Solche Felsstandorte sind an sehr schnellen Wasserabfluss und eine gute Sauerstoffversorgung der Wurzeln angepasst. Daraus erklärt sich die auch an 'Regal Shields' vererbte Empfindlichkeit gegenüber Staunässe und dem daraus folgenden Sauerstoffmangel im Wurzelbereich; zugleich deutet die Herkunft von Kalkgestein auf eine Toleranz gegenüber neutralem bis leicht alkalischem Substrat hin.

Entdeckung und Historie

Die Kreuzung geht auf die Züchterin LariAnn Garner am Aroidia Research Center in Florida zurück. Eine der massigsten, schnellwüchsigsten Alocasien mit einer der kleinsten, langsamsten Juwelen-Alocasien zu kombinieren, galt wegen der extremen morphologischen Unterschiede als kaum machbar; Garner selbst bezeichnete den Versuch von 2007 als „Hail Mary"-Kreuzung. Entgegen aller Erwartung entwickelten sich sieben keimfähige Samen, deren Sämlinge durchweg die dicke, ledrige Blattstruktur zeigten. 2013 wurde aus ihnen ein einzelnes, in Wuchs und Farbe herausragendes Exemplar ausgelesen, das am 9. August 2016 unter der Nummer US PP27050 als „Alocasia Plant Named Regal Shields" patentiert wurde.

Dieses US-Pflanzenpatent hat eine bemerkenswerte praktische Folge: Die geschützten Vermehrungsrechte gelten nur innerhalb der Vereinigten Staaten. Außerhalb der USA wird die Pflanze weltweit vermehrt und gehandelt, ohne dass die Züchterin daran beteiligt ist. 'Regal Shields' ist damit ein Beispiel dafür, wie ein nationales Sortenschutzrecht auf dem globalen Pflanzenmarkt in der Praxis kaum durchgesetzt wird.

Erscheinungsbild

Die herz- bis pfeilförmigen Blätter sind tief basal eingeschnitten und laufen in einer nach unten geneigten Spitze aus. Ihre Oberfläche ist ledrig, unbehaart und matt, die Unterseite satiniert glänzend. Im Reifeprozess wandelt sich die Blattoberseite von einem purpurn überhauchten Dunkelgrün zu einem beinahe schwarzen Grün, während die Unterseite dauerhaft tiefviolett bis kastanienbraun bleibt; die hellgrüne, gefiederte Aderung tritt auf beiden Seiten kontrastreich hervor. Mit dem Alter bildet die Pflanze an der Basis der Blattstiele einen aufrechten, stammartigen und rauen, papierartigen Rhizombereich, an dem sich kleine knollenartige Speicherorgane (Corms) entwickeln.

Zur maximalen Größe gehen die Quellen deutlich auseinander. Die Patentschrift nennt eine Wuchshöhe von 30 cm bis 1,2 m und eine Blattlänge von bis zu 23 cm, doch diese Werte wurden an einem erst sechs Monate alten Exemplar in einem Zwei-Gallonen-Topf gemessen. Fachgärtnereien dokumentieren für adulte Pflanzen dagegen bis zu 2 Meter Höhe mit einzelnen Blättern von rund 60 cm Länge und 18 cm Breite. Für die tatsächliche Endgröße in Langzeitkultur sind daher die gärtnerischen Angaben von etwa 2 Metern maßgeblich. Die Pflanze blüht in Kultur gelegentlich im Sommer mit einem für Aronstabgewächse typischen Blütenstand aus Kolben (Spadix) und Hüllblatt (Spatha) und verströmt dabei einen säuerlichen Duft.

Standort, Licht und Temperatur

Das dunkle Blattwerk ist darauf ausgelegt, diffuses Licht effizient zu nutzen, weshalb 'Regal Shields' helles, indirektes Licht in einer Größenordnung von etwa 10.000 bis 20.000 Lux bevorzugt. Direkte, ungefilterte Sonne führt dagegen zu Verbrennungen der Blätter, während zu wenig Licht die Färbung verblassen lässt und das Wachstum bremst. Bei der Temperatur klaffen genetische Überlebensgrenze und Kulturempfehlung auseinander: Die Patentschrift gibt eine Kältehärte bis USDA-Zone 10a, also bis etwa −1 °C, an, doch dies beschreibt nur das Überleben als eingezogenes, nacktes Rhizom. Für aktives, gesundes Blattwachstum sind dauerhaft warme 18 bis 28 °C nötig; unterhalb von etwa 15 °C nimmt das empfindliche Blattwerk Schaden und die Pflanze stellt das Wachstum ein.

Die Luftfeuchte spielt für die Pflanze eine wichtige Rolle. Angaben von leicht erhöhten 50 bis 60 Prozent bis hin zu idealen 60 bis 80 Prozent gelten als günstig; zu trockene Raumluft, wie sie im Winter über der Heizung entsteht, führt zu vertrockneten, knusprigen Blatträndern.

Substrat und Anbaumethoden

Die kräftigen, fleischigen Wurzeln vertragen keine sauerstoffarmen, dauernassen Verhältnisse, weshalb ein durchlässiges, gut belüftetes Medium entscheidend ist. In klassischer Erdkultur bewährt sich ein grober Aroid-Mix aus torffreier Blumenerde mit Perlit, Rindenstücken und Bims, der den Wurzeln Sauerstoff sichert; der pH-Wert sollte dabei leicht sauer bis neutral zwischen etwa 5,5 und 7,0 liegen. Reines Sphagnum-Moos, idealerweise im Verhältnis mit gewaschenem Perlit, hält viel Feuchtigkeit und bleibt durch seine faserige Struktur zugleich luftig; ein durchsichtiger Anzuchttopf erleichtert dabei die Kontrolle von Feuchte und Wurzeln.

Ebenfalls geeignet ist die semi-hydroponische Kultur in Blähton (LECA) oder mineralischem Pon, die über kapillaren Aufstieg für gleichmäßige Feuchtigkeit und gute Wurzelbelüftung sorgt und das Risiko von Überwässerung und Wurzelfäule senkt. Der Nährstoffbedarf richtet sich nach der Methode: In nährstoffarmen, inerten Medien wie Moos, LECA oder Pon muss dem Gießwasser kontinuierlich, aber schwächer dosiert Dünger zugesetzt werden, während in Erde während der Wachstumszeit im Frühjahr und Sommer ein ausgewogener Flüssigdünger in halber Konzentration alle vier bis sechs Wochen genügt. Wegen ihrer hohen Biomasseproduktion gilt 'Regal Shields' als starkzehrend.

Gießen und Wasserqualität

Das Gießen ist ein Balanceakt: Der Wurzelballen darf wegen des hohen Wasserumsatzes nie ganz austrocknen, doch dauerhafte Nässe führt zu Wurzelfäule. Statt eines festen Intervalls richtet sich die Bewässerung nach dem Abtrocknungsgrad des Substrats, der von Licht, Temperatur und Blattmasse abhängt; als Richtwert wird gegossen, wenn die oberen Zentimeter beziehungsweise etwa 20 bis 35 Prozent des Substrats abgetrocknet sind. Bei hartem Leitungswasser empfiehlt sich kalkarmes Regen- oder Umkehrosmosewasser, da sich das Substrat sonst schleichend alkalisiert und die Aufnahme von Mikronährstoffen wie Eisen blockiert wird.

Vermehrung

Obwohl 'Regal Shields' regelmäßig Blütenstände bildet, wurde nie eine Frucht- oder Samenbildung beobachtet, und Weiterkreuzungen schlugen fehl; die Hybride gilt daher als steril. Botaniker führen dies auf chromosomale Unstimmigkeiten zurück, entweder auf Allopolyploidie, bei der die Chromosomensätze der beiden Elternarten in der Reifeteilung nicht zueinanderpassen, oder auf eine ungerade Chromosomenzahl in der Hybride selbst. Die Vermehrung ist folglich auf vegetative Wege beschränkt: Kommerziell erfolgt sie über Gewebekultur, im Haushalt durch Teilung der kleinen Brutknollen (Corms) oder des kriechenden Rhizoms beim Umtopfen. Abgetrennte Corms wurzeln in Wasser oder feuchtem Sphagnum-Moos an.

Giftigkeit für Mensch und Tier

Wie alle Aronstabgewächse enthält 'Regal Shields' in allen Pflanzenteilen unlösliche Calciumoxalat-Kristalle, sogenannte Raphiden. Diese nadelförmigen Kristalle werden beim Zerkauen aus spezialisierten Zellen freigesetzt und dringen mechanisch in die Schleimhäute von Mund, Rachen und Speiseröhre ein; begleitende eiweißspaltende Enzyme verstärken die Entzündungsreaktion. Typische Symptome sind sofortiges Brennen, starker Speichelfluss, Erbrechen sowie Schwellungen im Mund- und Rachenraum, die im Extremfall die Atemwege beeinträchtigen können. Die Pflanze gilt als giftig für Katzen, Hunde und Pferde. Viele Kontakte lassen sich zu Hause auffangen und bleiben ohne Langzeitfolgen, indem etwa kühle, laktosehaltige Milchprodukte die Kristalle binden; bei Schluck- oder Atembeschwerden ist jedoch umgehend tierärztliche oder ärztliche Hilfe erforderlich.

Häufige Probleme und Schädlinge

Trockene, luftarme Heizungsluft im Winter begünstigt vor allem Spinnmilben, daneben treten Thripse und Blattläuse auf. Hier steht die Patentschrift, die der Pflanze eine „mäßige Resistenz gegen Spinnmilben" bescheinigt, im deutlichen Widerspruch zur Erfahrung vieler Halter, die 'Regal Shields' als geradezu magnetisch anziehend für diesen Schädling beschreiben; der Unterschied erklärt sich durch das feuchtwarme Freilandklima in Florida gegenüber trockener Zimmerluft. Zur Vorbeugung hilft regelmäßiges Kontrollieren und Abwischen der Blattunterseiten, bei Befall Neem-Öl oder ein systemisches Mittel. Als Warnsignale gelten außerdem vergilbende Blätter, die meist auf Überwässerung oder verdichtetes Substrat hindeuten, sowie knusprige Blattränder als Zeichen zu trockener Luft; weiche Blattstiele deuten auf ein zu kaltes, nasses Substrat hin.

Was 'Regal Shields' von verwandten Alocasien unterscheidet

Der Reiz der Hybride liegt in der Synthese ihrer gegensätzlichen Eltern. Sie ist die erste dokumentierte, erfolgreiche Kreuzung, die die tiefschwarze, samtige Textur und die markante hellgrüne Aderung einer kleinwüchsigen, lithophytischen Juwelen-Alocasie auf das gewaltige, metergroße Blattwerk eines asiatischen Unterwuchs-Giganten überträgt. Ihre Sterilität ist dabei kein Nachteil, sondern verstärkt ihren Zierwert: Da die Pflanze keine Energie in Samen investieren kann, fließt ihre gesamte Wuchskraft in die Bildung von Blattmasse. So verbindet 'Regal Shields' die Robustheit und Größe von Alocasia odora mit der dunklen Eleganz von Alocasia reginula in einer Form, die es zuvor nicht gab.

Details & Spezifikationen

Topfgröße

5 cm

Bewertungen

Araceae

Baby Alocasia 'Maharani'
Baby Alocasia 'Maharani'
Übertopf: ich brauche keinen selbstbewässernden ÜbertopfPflanzengröße: Baby
Lieferzeit: 1 - 2 Tage

€3.95

inkl. gesetzl. MwSt., zzgl. Versandkosten

Baby Alocasia baginda 'Dragon Scale'
Baby Alocasia baginda 'Dragon Scale'
Übertopf: ich brauche keinen selbstbewässernden ÜbertopfPflanzengröße: Baby
Lieferzeit: 1 - 2 Tage

€3.95

inkl. gesetzl. MwSt., zzgl. Versandkosten

Baby Alocasia 'Dwarf Amazonica'
Baby Alocasia 'Dwarf Amazonica'
Übertopf: ich brauche keinen selbstbewässernden ÜbertopfPflanzengröße: Baby
Lieferzeit: 1 - 2 Tage

€3.95

inkl. gesetzl. MwSt., zzgl. Versandkosten

Baby Alocasia reginula 'Black Velvet'
Baby Alocasia reginula 'Black Velvet'
Übertopf: ich brauche keinen selbstbewässernden ÜbertopfPflanzengröße: Baby
Lieferzeit: 1 - 2 Tage

€3.95

inkl. gesetzl. MwSt., zzgl. Versandkosten

Baby Alocasia 'Regal Shields'Baby Alocasia 'Regal Shields'
Baby Alocasia 'Regal Shields'
Übertopf: ich brauche keinen selbstbewässernden ÜbertopfPflanzengröße: Baby
Lieferzeit: 1 - 2 Tage

€3.95

inkl. gesetzl. MwSt., zzgl. Versandkosten

Mehr laden +24